Die Hohepriesterin



Großes Arcanum des Tarot - Nr. 2 - Die Hohepriesterin. + Rune Nr 2 - ur

Die Hohepriesterin weist im Tarot auf die Seele, den Innenraum, das "Weibliche" als Empfangendes - oder auch die "Matrix" des Seins. Der Schleier zeigt das "Verborgene" und das Buch die Matrix. Meist sind es auch noch zwei Säulen zwischen denen sie sitzt.
Im Bild ist die Raune einmal nach links und oben nach rechts gerichtet dargestellt. Nach links weist für mich auf den "Innenraum" hin und das Zentrum dieses Innenraumes ist das Labyrinth. Im Labyrinth (das kein Irrgarten ist) führt der Weg zwar mal nach links oder rechts, man geht (scheinbar) wieder zurück, aber doch immer auf das Ziel zu. (in der Spirale geht es immer gerade aus). Die Hand formt (zusammen mit dem Oberarm und Kinn) ein Herz und von den zwei Gestalten kann eine nicht loslassen und "hängt fest". Die Tropfen symbolisieren die Schmerzen, welche im Innenraum entstehen können.
Nach rechts gerichtet, kommt die (alte - oder übliche) Bedeutung der Raune als "Auerochse" mit herein: die schaffende und urtümliche Kraft, die aber weder im Raunengedicht, noch im Tarotbild vorhanden ist. Sie gehört auch eher zur fe-Raune (Magier)



Niesel ist das Weinen der Wolken
und der Verminderer des Eisrands,
und der Hass des Hirten.
(Schatten "Anführer")


Die Auflösung des Festen durch das Flüssige, der Regen als Grundlage des Wassers auf Erden (und der damit verbundenen Fruchtbarkeit) führt zu Schlamm, Matsch und einer Gefahr für die Herde (Raune fe). Ebenso die Auflösung der äußeren Ordnungen und festen Regeln durch die subjektive Innenwelt der Seele. Der "Hass", oder die "Wut" war und ist eine grundlegende innere Kraft, die zwar zerstörerisch wirken kann (Auerochse) aber, wenn sie kontrolliert wird, auch Gestaltungskraft besitzt (Wielandsage)

Thema:
Seele, Innenraum, subjektive Ziele, die "verhehlte" Welt, Subjektivität.

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