Die Stärke / Kraft



Großes Arcanum des Tarot Nr 11 – die Stärke + Rune Nr. 11 – sol

Die Karte Nr. 11 stellt in den meisten Decks eine Frau dar, die einen Löwen (oder ein vergleichsweises Tier) bändigt. (Bei Crowley heißt die Karte „Lust“, umfasst aber mehr als den sexuellen Aspekt) In einigen Karten schwebt über ihr eine Acht, die sie mit dem Magier (Karte 1) verbindet.
Elf – im Christentum stellt sie die Übertretung (der 10 Gebote) und somit die Sünde dar, in der modernen Esoterik ist sie die erste Meisterzahl. Das Wort „elf“ bedeutet „Rest von 1“ und meint den Rest der übrig bleibt wenn die 10 Zählfinger abgezählt sind.
Die Rune sol symbolisiert die Sonne. In der nordischen Mythologie ist die Sonne weiblich (der Tag männlich) und der Mond männlich (die Nacht weiblich) „Die Sonne bringt das Leben und erhält es… Die Sonne vertreibt die Kräfte der Einschränkung und Begrenzung in Form des Eises und zerstört sie sanft, aber ausdauernd.“ (E. Thorsson, Nordische Magie). Sie wird auch als „Sieg“ (sig) bezeichnet, und weist hier auf die Überwindung (des Winters, der Nacht) hin.
Bild: Die Sonne und der Wolf. In der nordischen Mythologie steht der Wolf (Fenrir) für Vernichtung und Zerstörung (die hier allerdings Teil des Lebens ist, so wie der Winter und die Nacht ein Teil des Ganzen sind) Die Sonne überwindet mit ihrer Stärke jede Nacht und jeden Winter, der allerdings (wie jede Nacht) wieder erscheinen wird (der junge Wolf im oberen Balken der Rune)



Sonne ist der Schild der Wolken
und scheinende Pracht
und das ewige Unglück des Eises.
(Rad "Sohn des Siegreichen")


Der obere Vers ist mir unklar, da für mich ein Schild ein Schutz ist und somit eher die Wolken das Schild. Scheinende Pracht und Unglück des Winters und der Kälte ist dann schon klarer.  Die Sonne als Sinnbild von Pracht und Schönheit und Vertreiberin von Kälte und Eintönigkeit.

Thema:
Leben, innere Stärke, Durchhaltevermögen, Bändigung

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