Der Runenkreis
(von "hinten" gelesen)




Das Futhark - oben mit Fehu beginnend
im Uhrzeigersinn
in der Mitte das Grundmuster
Das ODiNG - oben mit Odal
beginnend im Uhrzeigersinn
Gesamtbild: die "Große Mutter"
Der Raunenmeister und
die ersten Raunen bis zum Sonnenrad


Die Tabelle zeigt Grafiken von mir und die Runenbezeichnungen von E. Thorsson






1 - odala / O
Heimat / Ahnen
2 - dagaR / D
Dämmerung / Tag
3 - ingwaR / NG
Erdgott, Reifungsprozess
4 - laguR / L
Lebensenergie, Wachstum
5 - mannaR / M
psychische Ordnung
6 - ehwaR /E
Vertrauen, Zusammenarbeit






7 - berkano / B
Erd - Göttin
8 - tiwaR / T
Himmels - Gott
9 - sowilo / S
Sonnenrad, Licht
10 - algiR / Schlusslaut R
schützende u. lehrende Kraft
11 - pertho / P
evolutionäre Kraft
12 - eihwaR / Ei, Ai
Weltenbaum, Weltenachse






13 - jera / J, y
gute Ernte, Kreisläufe
14 - isaR / I
Eis, Zusammenziehung
15 - nauthiR / N
Not, Sorge, Notwende
16 - hagalaR / H
Zerstörung und Schutz
17 - wunjo / W
Wonne, Harmonie
18 - gebo / G
Geschenk, Handel






19 - kenaR / K
Fackel, kontrollierte Energie
20 - raidho / R
Wagen, Reise
21 - ansuR
Götter, Inspiration
22 - thurisaR / Th
Wille, Willensbrecher
23 - uruR / U
Opferstier,
24 - fehu / F
Reichtum




Das Grundmuster besteht aus neun Stäben, die kreuzweise übereinander gelegt sind.


Die Tabelle, die Grafiken und meine Bilder wollen nur zum Selber-beschäftigen mit den Raunen anhalten. Runenlehren gibt es genug und diese Symbole sich selbst zu erarbeiten, schafft eine innere Beziehung, die ein Buch nicht leisten kann.
Kurz einige Gedanken von mir, warum es mich reizt die Runen "andersherum" zu lesen:

Es ergeben sich hier aussagefähige Dreiergruppen:
Odal als Symbol der Erde, der chtonischen Schlangen, des Genpools, ist der mütterlich-weibliche Ursprung. Die DagaR symbolisiert den Tagesanbruch, das Licht von "oben", also den männlich-aktiven Part und die Ingwar - der Keim der nach oben und unten wächst - die Frucht zwischen Erde und Himmel.
Die LaguR symbolisiert das Wasser, das Fließen und Strömen. In der Spiritualität wird das Fühlen und die Emotionen damit verbunden. Wird sie gedreht und sich gegenübergestellt, entstehen Blockaden, Muster, ein Zentrum, eine Zweiteilung usw = die psychische Ordnung im Menschen. Wird sie wieder auseinander gezogen, so dass sich nur noch die Spitzen berühren, entsteht das Erleben von dem Seelischen "außerhalb", der anderen Seele zu der eine Hinwendung spürbar wird. In der Eurythmie steht das "E" für "Erkennen".
Die Dreiheit von Göttin, Gott und Licht erklärt sich selbst. Die algiR kann auch als "Elchgott", oder der Gehörnte gelesen werden. Im skandinavischen Futhork ist es die Man-Rune. Die Rune des handelnden Menschen. Der folgende Kessel (die geöffnete Berkano-Rune) kann hier für den seelischen Innenraum stehen und aus beider Verbindung entsteht die Weltenesche.
Aus der Verbindung von fließenden Kreisläufen (jera) und Erstarrung kann die Not entstehen. Aus Schutz (hagal) und Wonne die Fähigkeit zu geben und zu nehmen.
Wenn das innere Licht leuchtet und der Rhythmus nicht gestört wird, kann sich die Inspiration (ansuR) einstellen. Und wenn das Opfer willentlich (freiheitlich) gebracht wird - wie es bei den Opfern an die Götter üblich war - dann kann sich Reichtum einstellen (innerlicher und äußerlicher)

Nimmt man die vier Reihen als die vier Jahreszeiten, dann steht für die "Mutternacht", die längste Nacht, die Odal-Raune aus der heraus der neue Jahresgott (Weihnachten) geboren wird (iNG)
Im Frühjahr, zu Ostara wirkt die Erdgöttin mit dem Himmelsgott zur "Heiligen Hochzeit" neue Fruchtbarkeit für das Land.
Im Sommer (längster Tag) wächst zwar eine gute Ernte heran (jera) aber der Tag wird kürzer, der Mistelstab Hönirs (isa) lässt den Sonnengott Baldur sterben (naudiR)
Zur Herbst Tag-und Nachtgleiche wird aus der Lichtesfülle eine Fackel und die Zeit des Wandels und des Sterbens beginnt....

Das sollen nur zwei Hinweise sein, auf die Möglichkeit, mit dieser Abfolge zu arbeiten.




Diese Arbeitsskizze zeigt einen möglichen Bezug
zwischen Runen und Chakren
Eine Skizze zum Thema:
Die Erdmutter und der Mensch

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