Kosmos und Menschenseele



Als psychosomatische Einheit ist der Mensch mit seinem Körper und seiner Seele mit dem Körper und der Seele des Kosmos verbunden. Im "Heidentum" - also den Religionen vor dem Christentum - wurde diese Verbindung erfahren und gelebt. Im folgenden bringe ich eine Religiösität, die das Mütterliche, chtonische des Kosmos betont und die Menschenseele mit ihrem Bewusstsein als "Kind der Großen Mutter" wahrnimmt. Für das menschliche Bewusstsein ist dies erstmal "Unten" - weil der Kopf sich als das "Hohe" erlebt.



Die Schlange




Das Ei und die Schlange
Der Brunnen und die Schlange
Die Schlange und das Ei
Der Archetyp der Schlange ist ein sehr umstrittener. In vielen Kulturen wird dieses Tier positiv wahrgenommen - in unsere (christlich geprägten) negativ. Sie gehört zu den vegetativen Prozessen, den Trieben und Leidenschaften und verursacht bei vielen Menschen Angst und Abwehr. Dieses Schlängeln, die Lautlosigkeit, das Gift und / oder das Umschlingen sind alle beklemmende Vorstellungen. Allerdings häutet sich die Schlange und symbolisiert damit die Verjüngung und das Sprengen von festen Grenzen.
Im Hinduismus symbolisiert die Kundalini-Schlange das Energiepotential, das im unteren Chakra schlummert und "erweckt" werden kann, so das diese Energie den Menschen belebt und "erleuchtet". Symbolisch wäre dies dann das Ei (Schlangen legen Eier). Dieser Sicht zugrunde liegt eine positive Bewertung der Lebenskräfte des Menschen, welche im psycho-somatischen (seelisch-körperlich) Bereich seines Wesens wirken und diesen mit der Natur (der Großen Mutter) verbinden. Auch der Brunnen weist auf das "Unten", das Grundwasser, die Lebensadern.

Das Schicksal




Urd (das Schicksal)
die drei Nornen
der Nornenfaden
In der europäischen Mythologie wird das Schicksal durch die drei Nornen (Urd = Vergangenheit / Werdandl = die Gegenwart / Skuld = die Zukunft) personifiziert. Erst durch diese drei entstand die Zeit und selbst die Götter unterliegen ihrer Gestaltung. Alle Wesen sind Teil des Gewebes, das diese drei Wesen weben. Im linken Bild sind die drei Runen Ur, Isa und thur als Ursprung, gegenwärtiges Ich-bewusstsein und Zukunftswille mit den drei Gesichtern verbunden. Im mittleren Bild das Thema "hemmen - bergen - helfen" und im rechten der Faden des Schicksals, den jeder auf seine Weise ergreift.
Im Gegensatz zur Vorstellung der Vorherbestimmung durch einen Gott, bildet hier das Gewebe (Tantra im Buddhismus / Hinduismus) in dem alle Wesen eingeflochten sind, den Ausgangspunkt. Dieses Gewebe ist veränderbar (durch die Gegenwart) und entfaltet sich durch das Tun der Wesen. Es ist also etwas Lebendiges, das sich im Werden und in der Entwicklung befindet.

Die Große Mutter




das Leben der Großen Mutter
Die Schöpfung der Großen Mutter
das Wirken der Großen Mutter
Die Identifizierung von Leben und Weiblichkeit, Natur, Fruchtbarkeit und den weiblichen Gottheiten, von Freya, Demeter bis Maria ist alt und im Christentum wurde daraus auch Ablehnung und Verteufelung. Das rechte Bild verwebt verschiedene Lebensprozesse mit der Großen Mutter, das mittlere stellt nicht einen Gottvater, sondern eine Göttin (und ihren Aspekt der Schlange) in den Mittelpunkt der Schöpfung. rechts die Große Mutter als Korngöttin.

Mutter und Sohn



Geburt
Befreiung
Eigenständigkeit
Im christlichen Denken ist die Beziehung von Vater und Sohn prägend, diese geschieht von oben, durch die Taufe und die Lehre und die Unterweisung usw. Die Geburt des ICH aus der Menschenseele ist dagegen etwas natürliches und individuelles, welches dem Jahreslauf entspricht. (Nach der längsten Nacht die Geburt - christliches Weihnachtsfest - danach die Befreiung aus der Fesselung des Winters und die Mannbarkeit - Ostern)

Der Sohn


ICH werde eigenständig
ICH verehre die Große Mutter
ICH bin ein Kind der Großen Mutter




die Vision der Seele
Versuchungen
Maria und Christus




Der Mensch zwischen Geburt und Tod


Der Grundgedanke dieser Darstellung beinhaltet die Vorstellung, dass der Prozess der Bewusstwerdung im Selbstbewusstsein enden kann, dann unterliegt dieses Selbstbewusstsein aber dem Gesetz des WERDEN-WEBEN-WANDEL, oder Entstehen - Werden - Vergehen (zu neuem Entstehen) und wird wieder vergehen. Öffnet sich dieses Selbstbewusstsein aber dem "Reich der Himmel" dann wird es ein Teil dieses Himmelreiches, oder anders: ein Kind des "Himmelvaters"
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